Puppenecke

Wussten Sie eigentlich, was bei Ihrem Kind gefördert wird, wenn es in der Puppenecke spielt?


sprachliche Kompetenzen:
- sprechen mit Spielpartner
- Stimme verstellen
- lautes, leises Sprechen
- Telefonieren
- Stimmungen ausdrücken
 
soziale Kompetenzen:
- Mutter / Kind Rolle
- Fürsorge
- Rücksichtnahme auf Kleinere
- Hilfe geben, Hilfe annehmen
- Konflikte spielerisch lösen
- sachgerechter Umgang mit Material
 
emotionale Kompetenzen:
- Gefühle, Erlebnisse verarbeiten
- in andere Rollen / Positionen schlüpfen (auch Anführer, Mitläufer...)
- Geschlechtererziehung
- Selbständige Wiederholung von Erlebnissen (Gefühle wie Ängste, Freude, Wut...) bis zur
  Verarbeitung
- Berührungsängste abbauen, gesundes Distanzverhalten aufbauen
- imitieren von Erwachsenen
- Freude und Spaß am Spiel
 
lebenspraktische Kompetenzen:
- bügeln
- Tischdecken
- kochen
- An- und ausziehen
- aufräumen
 
feinmotorische Kompetenzen:
- Knöpfe und Reißverschlüsse öffnen und schließen
- Puppen an- und ausziehen
 
ästhetische Kompetenzen:
- Tischdecken
- Blumen auf den Tisch stellen
 
Spiel ist für die Kinder „Arbeit“. Kinder spielen (arbeiten) am Tag zwischen  8 und 9 Stunden.

Im Freispiel wählen die Kinder
- die Spiele und somit den Spielort
- die Spieldauer
- und auch den Spielkameraden selber aus.


Durch den Kindergartenverein gehört unser Kindergarten zu den bestausgestatteten Kindergärten in der Umgebung und somit  haben wir eine große Auswahl an Spielmaterialien und -möglichkeiten.
 
Als eine  „Brücke zur Wirklichkeit “ sieht die Entwicklungspsychologin Lotte Schenk-Danziger die Bedeutung des Rollenspiels.
Es bietet die Möglichkeit, seelische Spannungen abzubauen, unerfüllbare Wünsche zu „realisieren“, mit unangenehmen, konfliktbeladenen Erlebnissen besser umzugehen oder Personen nachzuahmen (Familienmitglieder, Erzieher, usw.).
 
Rollenspiele finden zum großen Teil natürlich in der Puppenecke statt. Hier kann man die Kinder dabei beobachten, wie sie Vater, Mutter und Kind spielen und dabei alle möglichen Familiensituationen nachahmen. Sie machen einen Ausflug mit Picknick, gehen Einkaufen und der Papa muss in die Arbeit gehen, um Geld zu verdienen.
Durch die bereitgestellten Verkleidungen, spielen die Mädchen auch gerne eine Prinzessin, eine Ballerina oder einfach eine schöne Frau. Doch nicht nur Mädchen verkleiden sich gerne, auch einige Buben haben hierbei wirklich viel Phantasie. Besonders interessant ist es für die Erzieherin, wenn sie sich im Rollenspiel der Kinder selber entdeckt. Die Kinder beobachten sehr genau und man kann in ihrem Spiel die eigenen Redewendungen und Gesten genau heraushören und -sehen.

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